Universitäten
sind keine
Durchlauferhitzer.


Die Universität Freiburg ist aktiver Gestalter von Innovation und Leistung, Ort der Bildung und des Lernens ebenso wie Ort des Ausprobierens, des Neue-Wege-Gehens und bisweilen auch der selbstkritischen Erkenntnis, beim Denken einmal falsch abgebogen zu sein. Sie ist ein Ort, der auf eine lange Tradition nicht nur zurückblickt, sondern auf ihr fußend jeden Tag neue Erkenntnisse hervorbringt, mag ihr Nutzen tagesaktuell und brisant erscheinen oder sich erst im Laufe der Zeit erweisen.

Gerade die Entwicklungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der Universität zeichnet diese Institution aus, denn die Suche nach neuen Erkenntnissen geschieht nicht in Abkehr von der Welt und ihren Anliegen, sondern im Gegenteil in der Auseinandersetzung mit den Anforderungen, die das jeweilige Zeitalter an seine Kinder stellt. So kann es nicht nur darum gehen, dass Universitäten auf die Tagesbedürfnisse reagieren: Gerade die Forschungen, die keinen kurzfristigen Nutzen versprechen können, erweisen sich auf lange Sicht häufig als wichtig.

Universitäre Lehre hat einen Bildungsauftrag, der auf die gesamte Persönlichkeit zielt und zielen muss. Universitäten sind daher keine Durchlauferhitzer zur Auffüllung glanzloser Ausbildungsstatistiken, sondern Freiräume zur Schärfung der Intellektualität und der Systematik des Denkens. Das Schlagwort von der Arbeitsmarktfähigkeit darf nicht zur Reduktion von Bildung auf das unmittelbar Anwendbare zielen.

Die Freiburger Universität bildet in und für die Gesellschaft so etwas wie ein Widerlager gegen den flüchtigen Zeitgeist. Gerade darauf basiert ihre dauerhafte Kreativität und Innovationskraft.

Die Universität Freiburg ist in ihrem ganzheitlichen Denken daher immer auch ein kultureller Raum, der die freie Selbstentfaltung der Individuen fördert. Die abwechslungsreiche Universitätsgeschichte im Uniseum Freiburg kennenzulernen, die Grenzen des eigenen Faches im Studium generale zu verlassen und in studentischen Gemeinschaften, ob in Chören, Orchestern, in Debattierclubs oder politischen Vereinigungen sich zu engagieren, gehört auch zum Studium und zur universitären Bildung.

Diese enge Beziehung von Wissenschaft und Kultur waren schon immer ein prägendes Element an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. So verwundert es nicht, dass die Universität als größter Arbeitgeber nicht nur ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für Stadt und Region ist, sondern auch das kulturelle Leben bereichert und prägt.