Kreativwirtschaft
am Oberrhein
Ausgangslage und Entwicklungschancen
Kreativität ist eine Schlüsselressource im weltweiten Wettbewerb um Wirtschaftskraft. Sie ist Teil einer wissens- und contentorientierten Gesellschaft und wird als eigenständiges Wirtschaftsfeld mit innovativen Arbeits- und Geschäftsmodellen wie z.B. hybriden Arbeitsformen begriffen. Die Kreativwirtschaft bietet überdurchschnittlich viele Beschäftigungschancen für Dienstleister, Selbstständige und Freiberufler. Die Standorttheorie geht davon aus, dass den Kreativen die Arbeitsplätze folgen, nicht umgekehrt. Die häufig projektabhängige vernetzte Arbeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft hat dabei Modellcharakter für andere Wirtschaftsbereiche.
Oberrhein
In den letzten fünfzehn Jahren hat sich in der Oberrheinregion eine extensive Designbranche entwickelt, die das gesamte Spektrum von Industrie- und Produktdesign, Corporate-, Brand- und Kommunikationsdesign, Medien- und Modedesign bis zu Architektur und angewandter Kunst umfasst. Die kulturelle Vielfalt der Region, aber auch exzellente Wissenschaft und Forschung, der hier vorhandene Branchenmix von klassischer Industrie, modernen Technologien und Medienwirtschaft sowie den Messen schaffen gute Rahmenbedingungen für das Wachsen der Kreativwirtschaft in der Oberrheinregion. Für das Potenzial des Kreativstandorts Oberrhein stehen Hochschulen wie beispielsweise UDS (Université de Strasbourg) und ESAD (Ecole supérieure des arts décoratifs de Strasbourg), Le Quai (Mulhouse), HFG Basel oder die HFG Karlsruhe/ZKM, Firmen wie Vitra, Duravit oder die Karlsruher Majolika Manufaktur sowie Designmessen wie Le Parcours du Design Strasbourg und EUNIQUE Karlsruhe. Gleichzeitig sind Design und Gestaltung als wichtiger Wirtschafts- und Ausbildungsfaktor im Programmgebiet Oberrhein mit einem hohen internationalen Innovations- und Professionalisierungsdruck konfrontiert. Horizontale und vertikale Bündelungen, Nutzungen und Vernetzungen der ökonomischen Potenziale in der Kreativwirtschaft sowie ein grenzüberschreitender Wissenstransfer analog der Leitlinie „Europäische Metropolregion Oberrhein“ sind nur rudimentär vorhanden und beschränken sich auf projektbezogene, singuläre Kontakte. Anders als in anderen Regionen gibt es am Oberrhein keine Verbände, Veranstaltungen oder Organisationen (wie beispielsweise den Verein Hessen Design e.V. oder das Designcenter Stuttgart), welche für die vorhandenen kreativen Klein- und Kleinstbetriebe Lobbyarbeit betreiben und dafür Sorge tragen, dass sich diese SMEs am Oberrhein dauerhaft etablieren können. Die Ergebnisse ambitionierter Hochschulprojekte werden nicht von Industrie und Handel aufgegriffen – die an den Hochschulen vorhandene Designexpertise bleibt ohne Effekt auf Produktions- und Prozessmanagement. Der Abwanderung der Expertise und des kreativen Potenzials der am Oberrhein ausgebildeten Gestalterinnen und Gestalter in andere Metropolen wie Berlin, Köln oder Frankfurt kann nur durch gezielte Maßnahmen und die grenzüberschreitende Etablierung des Standorts Oberrhein als „Region für gute Gestaltung“ entgegengewirkt werden.
Initiiert von dem grenzüberschreitenden Designmagazin INFORM und der europäischen Medieninitiative artforum3 e.V. wird in Kooperation mit den oben genannten Hochschulen, den Designmessen PARCOURS DU DESIGN und EUNIQUE, den IHKs und den Chambres de Commerce Bas-Rhin und Haut-Rhin ein umfassendes Konzept für die Kreativwirtschaft Oberrhein entwickelt. Das „Designnetzwerk am Oberrhein“ versteht sich als wichtiges und konkretes Modul der Bewerbung des Kreativstandortes Oberrhein.
Freiburg
Die Freie Hochschule für Grafik Design & Bildende Kunst ist – bis jetzt – die einzige namhafte Ausbildungsstätte. Allerdings gibt es ein innovatives Potenzial an DesignerInnen – vor allem im Bereich Mode und Schmuck.
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MACHER UND INSTITUTIONEN DIE DIE FREIBURGER MODE/SCHMUCK/DESIGNSZENE PRÄGEN.
Ganz persönlich und individuell ausgewählt, nominiert:

