Augustinermuseum


Ab 21. März 2010
Das neue Augustinermuseum
Am 21 März 2010 öffnet das neue Augustinermuseum die Pforten und präsentiert seine renommierte Sammlung mittelalterlicher Kunst sowie Gemälde des 19. Jahrhunderts. Das durch Christoph Mäckler vollständig umgebaute Museum bietet nicht nur einen Kunstgenuss der besonderen Art, auch Architektur und Raumgestaltung überraschen durch immer neue Ein- und Ausblicke. Die originalen Steinskulpturen und Glasfenster des Freiburger Münsters, Gemälde von Matthias Grünewald, Lucas Cranach d. Ä. und Hans Baldung Grien sowie der eindrucksvolle „Christus auf dem Esel“ oder der Passionsaltar des Hausbuchmeisters zählen zu den Highlights der Ausstellung.

Das größte Museum der Stadt wurde 1923 im ehemaligen Kloster der Augustinereremiten eingerichtet und zählt heute zu den bedeutenden kulturgeschichtlichen Museen Deutschlands. Bis 2014 wird es weiter umgestaltet, auch die momentan magazinierte Graphische Sammlung und der umfassende volkskundliche Bestand erhalten dann einen passenden Rahmen.

Städtische Museen Freiburg

Museum für Neue Kunst

Ausstellungshalle im Augustinermuseum


26. Juni 2010 bis 17. Oktober 2010
Barbara und Katharina Grosse 
Installationen und Arbeiten auf Papier
Mit Barbara und Katharina Grosse wird die neue Ausstellungshalle der Städtischen Museen im Augustinermuseum eröffnet. Die vom Museum für Neue Kunst veranstaltete Doppelausstellung ist die erste gemeinsame Präsentation von Mutter und Tochter. Sie erzählt nicht nur eine besondere, persönliche Art von Familiengeschichte, sondern schlägt auch einen Bogen zwischen den Medien und den Generationen der Kunst.

Barbara Grosse, 1938 in Stuttgart geboren, studierte Ende der 50er Jahre an der Freiburger Kunstakademie und lebt heute in Bochum. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit zeichnerischen und graphischen Ausdrucksformen, die Spuren des Zufalls mit gezielten bildnerischen Eingriffen verbinden. Ihr aktuelles Werk ist ein wichtiger Beitrag zu den Möglichkeiten der Druckgraphik. In der für Freiburg entwickelten Installation lösen sich ihre großformatigen Radierungen von der Wand, scheinen mit fast unmerklicher Bewegung im Raum zu schweben.

Katharina Grosses Werk ist geprägt von einem anarchischen Impuls. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet die 1961 in Freiburg geborene und heute in Berlin lebende Künstlerin an einer Bildform, die alle festgelegten Grenzen und Hierarchien außer Kraft setzt. Hinter dem Eindruck einer monumentalen, mit der Sprühpistole erzeugten Farbgestik, inmitten einer geradezu spektakulär erfahrbaren Raumwirkung erschließt sich eine zweite Wahrnehmungsebene: ein gleichsam performativer Vorstellungsraum, in dem das Malen, das Denken und Handeln, keine Wirklichkeit mehr kennt, die wirklicher ist als die Möglichkeit. In diesem offenen System des ästhetischen Geschehens zwischen Realität und Illusion laufen Architektur, Skulptur und Tafelbild in einem Objekt zusammen, verbinden sich zu einer alle Kategorien und gültigen Setzungen überschreitenden bildnerischen Erscheinung.

Museum für Neue Kunst


bis 9. Mai 2010
August Macke – ganz privat
Die Ausstellung beleuchtet die Persönlichkeit des Künstlers August Macke (1887-1914) in einer Vielzahl thematischer und biographischer Aspekte. Gezeigt werden ca. 140 Arbeiten, darunter Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Skizzen und Kunsthandwerk. Die verschiedenen Facetten spiegeln Mackes frühreife, temperamentvolle Persönlichkeit wider. Die malerische Entwicklung, das fortwährende Experimentieren mit neuen Formen und Farben ist in den Bildern ablesbar und dokumentiert seinen künstlerischen Weg am Beginn des 20. Jahrhunderts. Viele der ausschließlich aus der Familie stammenden Werke werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Freiburg ist mit der Nachbarschaft von Kandern für diese Ausstellung prädestiniert, hat Macke bei seiner in dem Schwarzwaldstädtchen verheirateten Schwester doch viele Wochen und Monate verbracht.

6. November 2010 bis 30. Januar 2011
Farbwelten. Von Monet bis Yves Klein. Meisterwerke aus den Kunstmuseen Krefeld
Das 1897 gegründete Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst in Deutschland. Repräsentative Teile dieser Sammlung gehen wegen dem Umbau des Museums auf Reisen. Circa 55 ausgewählte Gemälde und Skulpturen werden in Freiburg zu sehen sein. Ein Rundgang durch die Ausstellung führt acht Jahrzehnte Kunstgeschichte vor Augen: Angefangen mit Hauptwerken des Impressionismus reicht das Spektrum über den Expressionismus bis zur Abstrakten Kunst. Die gezeigten Werke markieren die Emanzipation der Farbe in der Malerei: von Claude Monets impressionistischer Farblandschaft an der Themse, über die kraftvollen Farben der Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff oder Heinrich Campendonk bis zur Autonomie der Farbe in den Werken von Piet Mondrian und Yves Klein. Konsequenterweise bilden drei monochrom weiße Bilder von Piero Manzoni, Antoni Tàpies und Lucio Fontana den Schlussakkord der Ausstellung.

Das Museum für Neue Kunst ist die fünfte und einzige Station in Süddeutschland. Zum 25. Geburtstag des Museums bietet sich nun die Gelegenheit, internationale Meisterwerke der Kunstgeschichte in Freiburg zu besichtigen.

Museum für Neue Kunst

Marienstraße 10a

79098 Freiburg im Breisgau

Telefon +49 (0)761/201-2583

Archäologisches Museum Colombischlössle


4. März bis 17. Oktober 2010
Toga und Tunika – Kleider machen Römer
Palla und Stola – Kleider machen Römerinnen
Was trug man drüber und drunter, warum brauchte man Hilfe beim Ankleiden und welche Frisuren waren „in“? Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Grundprinzip der Kleidung in der römischen Kaiserzeit. Es wird vermittelt, welche Stoffe und Farben gefragt waren und warum der Faltenwurf bei Toga, Tunika und Stola eine wichtige Rolle spielte. Gewänder ließen sowohl Geschlechts- als auch soziale Unterschiede erkennen. Anhand nachgeschneiderter Modelle kann römisches Modeverständnis nachvollzogen werden. Andere Aspekte der Mode wie Schuhwerk, Schmuck und die z.T. äußerst skurril anmutenden Frisuren runden das Bild ab.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Rotteckring 5

79098 Freiburg im Breisgau

Telefon +49 (0)761 / 201-2571


Naturmuseum


bis 30. Dezember 2010
Evolution schafft Vielfalt
Jedes Lebewesen ist einmalig: jede Blume, jeder Schmetterling, jeder Vogel mit seinem Gesang. Die Vielfalt ist das Ergebnis der Evolution, die in Millionen von Jahren die unterschiedlichsten Lebensformen hervorgebracht hat. Alle auf der Erde lebenden Arten befinden sich im stetigen Wandel. Das Naturmuseum präsentiert eine Ausstellung von Jorge Groß (Leibniz Universität Hannover), Ulrich Kattmann (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und Annette Scheersoi (Goethe-Universität Frankfurt am Main), gefördert durch die VolkswagenStiftung.

22. Mai 2010 bis 24. Oktober 2010
Bitterer Maniok
Indianische Kulturen der Amazonasregion
Bitterer Maniok (Manihot esculenta) ist eine alte indianische Kulturpflanze. Obwohl in unbearbeitetem Zustand wegen seines Blausäuregehalts giftig, ist er in weiten Regionen des Amazonischen Regenwaldes Grundnahrungsmittel. Im Kontext der Ausstellung dient „Bitterer Maniok“ auch als Metapher für die Zerstörung des Bodens und der Wälder Amazoniens, der Lebensgrundlage zahlreicher indianischer Ethnien.

Um den giftigen Bitteren Maniok genießbar zu machen, wurden die Wurzelknollen auf ästhetisch gestalteten Reibebrettern gerieben, gewässert und dann mit Hilfe kunstvoll geflochtener Schläuche ausgepresst. Die Ausstellung informiert im ersten Teil über die traditionelle Kultur ausgewählter indianischer Ethnien. Sie zeigt qualitätsvolle Alltags- und rituelle Gegenstände aus den Beständen der Ethnologischen Sammlung. Im zweiten Teil ist eine Dokumentation über die traditionelle und heutige Nutzung der Ressourcen des Regenwaldes und seine fortschreitende Zerstörung sowie über die aktuelle Situation der indigenen Gruppen zu sehen. Somit verbindet die Ausstellung ethnologische, naturkundliche und ökologische Aspekte.

Naturmuseum

Gerberau 32

79098 Freiburg im Breisgau

Telefon +49 (0)761/201-2566